| Hintergrund
| Was kann man dagegen machen?
| Unsere Projekte
| Ihre Mithilfe wird benötigt
| Wann und wo findet man Harmonia axyridis?
| Wie erkennt man Harmonia axyridis?
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| Verbreitungskarte der Schweiz
     
     
     
 

Hintergrund

Harmonia axyridis stammt ursprünglich aus Asien. Die Art ist sehr unspezifisch, was die Nahrung betrifft, und kann sehr einfach im Labor gezüchtet werden. Unter anderem deshalb wurde sie (und wird immer noch) in grossen Teilen Nordamerikas und in verschiedenen europäischen Ländern in der biologischen Schädlingsbekämpfung gegen Blattläuse eingesetzt. In den USA gilt sie seit 1988 als etabliert und verbreitet sich immer mehr. Studien zeigen, dass sie in vielen Regionen und Ökosystemen, auf Kosten der einheimischen Marienkäfer und anderer aphidophagen Insekten, an relativer Häufigkeit sehr zugenommen hat und mancherorts schon die dominierende Art darstellt. Die Tatsache, dass Harmonia sehr verschiedene Nahrungsquellen nutzen kann, ermöglicht ihr die Kolonisierung einer grossen Anzahl Habitate und stellt sie in direkte Konkurrenz zu vielen Insektenarten. Im Labor konnte gezeigt werden, dass Larven von Harmonia axyridis bei tiefen Blattlausdichten andere Insektenarven angreifen und sich auch von ihnen ernähren können. Sie selbst sind durch ihre langen Borsten gut geschützt.
Den Menschen werden Harmonia Marienkäfer dadurch unangenehm, dass sie im Winter grosse Schwärme bilden, die in Häusern und Mauern überwintern. Ausserdem fressen sie an reifen Früchten, wie zum Beispiel Äpfeln oder Trauben, und schädigen so die Ernte und verderben durch ihren unangenehmen Geruch den Geschmack des Weins.
In Europa wird Harmonia schon seit mehreren Jahrzenten vor allem in Gewächshäusern eingesetzt. Erst in den letzten Jahren wurde sie in Belgien, Deutschland, Holland und England auch in grosser Zahl in freier Natur festgestellt. In Belgien wurde sie zum erstenmal im Jahre 2001 in freier Wildbahn gesichtet und man beobachtet zurzeit das exponentielle Wachstum der Populationen.
In der Schweiz wurde Harmonia axyririds nie eingesetzt (es war nie erlaubt!), aber natürlich macht ihre Verbreitung nicht an der Grenze halt. Das erste Exemplar der Art wurde im Juli 2004 in Basel gesichtet, jetzt findet man sie schon in 14 Kantonen

Verbreitungskarte der Schweiz

 

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Was kann man dagegen machen ?

Die Mittel gegen den asiatischen Marienkäfer sind sehr eingeschränkt. Laufende Forschungsprojekte untersuchen die Auswirkung von aufgestellten Fallen und abstossenden Stoffen auf die Populationen. Diese Massnahmen werden aber höchstens zur Minimierung der landwirtschaftlichen Schäden und Einschränkung der Belästigung der Menschen beitragen, während wenig getan werden kann zum Schutz der einheimischen Arten.
 
 

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Unsere Projekte

Am CABI Europe-Switzerland in Delémont untersuchen wir im Rahmen eines vom Bundesamt für Umwelt unterstützten Projektes folgende Aspekte:

1- Die Verbreitung von Harmonia axyridis in der Schweiz, durch von uns durchgeführte Stichproben und durch Zusammenarbeit mit professionellen und Amateur-Naturwissenschaftlern in der ganzen Schweiz (siehe nächster Abschnitt)

2- Die Auswirkungen auf die Populationen der einheimischen Marienkäfer durch Feldstudien und Laborexperimente. Wir untersuchen die Veränderungen der relativen Häufigkeit der schweizerischen Marienkäfer an 45 Standorten in verschiedenen Lebensräumen durch regelmässige Beobachtungen.


 
 

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Ihre Mithilfe wird benötigt

Auf dem Laufenden zu bleiben bezüglich der Verbreitung von Harmonia axyridis erfordert viel Arbeit. Deshalb sind wir angewiesen auf Ihre Hilfe. Falls Sie Harmonia axyridis begegnen sollten, bitten wir Sie, uns den Fundort zu melden und wenn möglich ein Foto des gefundenen Käfers an folgende Adresse zu schicken:

Marc Kenis (m.kenis@cabi.org) Tel.: +41 (0)32 421 48 84
CABI Europe-Switzerland, 1, rue des Grillons, 2800 Delémont, Suisse/Schweiz.

Die folgende Beschreibung und die pdf-Dokumente werden Ihnen bei der Identifizierung des asiatischen Marienkäfers helfen. Zur Sicherheit ist es aber immer besser, uns doch noch ein Foto des gefundenen Exemplars zu schicken.

 
 

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Wann und wo findet man Harmonia axyridis?

Die erwachsenen Käfer findet man von April bis Oktober draussen, im Winter vor allem in Häusern und Mauern. Die ersten Larven können im Mai beobachtet werden, es gibt aber mindestens drei Generationen pro Jahr. Harmonia axyridis kann fast überall gefunden werden, wo es Blattläuse hat. Auf Büschen und Sträuchern stehen die Chancen aber besonders gut. Larven und Käfer lassen sich normalerweise leicht einfangen. Falls sie gerne wissen wollen, ob Harmonia auf den Sträuchern und Büschen in Ihrem Garten vorkommt, halten sie einen umgekehrten Schirm unter die Äste und schlagen leicht mit einem Stock darauf.

 

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Wie erkennt man Harmonia axyridis?

Wie bei den meisten Marienkäfern kann die Färbung stark varieren. Die Grösse hingegen - Harmonia ist mit 6-8mm grösser als die meisten Marienkäferarten - ist kennzeichnend. Die einheimische Coccinella 7-punctata hat allerdings eine ähnliche Grösse und kann deshalb leicht verwechselt werden. In dem verlinkten pdf-Dokument finden sie Fotos von Harmonia und verschiedenen einheimischen Arten sowie Merkmale zur Unterscheidung.


 


Auch die Larven sind mehr oder weniger einfach zu erkennen, obwohl das ein bisschen abhängig ist vom Entwicklungsstadium. Auch dazu finden sie Informationen und Fotos in einem pdf-Dokument.

larvae-webpage_de


 

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Kontakt

Marc Kenis (m.kenis@cabi.org) Tel.: +41 (0)32 421 48 84
Dirk Babendreier (d.babendreier@cabi.org) Tel.: + 41 (0)32 421 48 32
CABI Europe-Switzerland, 1, rue des Grillons, 2800 Delémont, Suisse/Schweiz


 
 

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Links

Andere websites über Harmonia axyridis
(mit Identifikationshilfen und Fotos zum herunterladen):

| Grossbritannien:

Coccinelle asiatique : http://www.harlequin-survey.org/
Autres coccinelles : http://www.ladybird-survey.org/

| Belgien:

http://www.jeunesetnature.be/activites/gts/coccinula/coccinula.php
http://www.inbo.be/content/page.asp?pid=FAU_INS_LHB_start

| Frankreich:

http://perso.orange.fr/vinc.ternois/cote_nature/Harmonia_axyridis/index.htm

| Holland:

http://www.stippen.nl/index.php